03
Jan
Casestudie: Neue Schweizer Banknoten
Die Schweizerische Nationalbank hatte im Jahre 2005 einige Grafiker zu einem Wettbewerb geladen um die neuen Schweizer Banknoten zu entwerfen. Bisher hat man nur wenig Neues erfahren. Bspw. dass der von der Jury beworbene 2. Platz dennoch das Rennen machte, da sich die Motive anscheinend besser zur Implementierung der Sicherheitselemente eigneten. Ob dies der wirkliche Grund war oder ob sich die Jury im nachhinein dennoch aufgrund der doch sehr gewagten Motive von Manuel Krebs umentscheiden musste, sei mal dahin gestellt.
Fakt ist jedoch, dass Manuela Pfrunder den Auftrag zugesprochen bekam und nun bis Mitte 2010 Zeit hat, die anfänglichen Entwürfe näher auszuarbeiten. Man darf also gespannt sein. Mir persönlich gefiehl bereits der Roh-Entwurf, wenn mans denn so nennen kann. Generell bin ich über die meisten Vorschläge positiv überrascht.
Obwohl ich mit den bisherigen Banknoten von Jörg Zintzmeyer mehr als zufrieden bin, gibts einen Punkt der mir nie wirklich gefiel. Auf jeder Banknotenserie waren Portraits von mehr oder weniger bekannte Personen abgebildet. Die neuen Entwürfe gehen hier endlich einen Schritt weiter und zeigen (natur)wissenschaftliche "Wunder" und Phänomene (Embryo, DNA, Gehirnsynapsen usw.).
Leider fehlte mir als Informatiker auch hier ein Zeichen der vernetzten, modernen Welt, weshalb ich mir einen kleinen Exkurs ins Banknotendesign gegönnt habe.
Das Ganze soll die globale Vernetzung verdeutlichen, welche in der modernen Welt tagtäglich Einzug hält. Für die Einen mag es einen Fluch sein, für die Anderen ist es eine neue Art der Kommunikation und des Geschäftens. Auf jedenfall betrifft es heutzutage jede Person und ist in meinen Augen daher perfekt für ein Banknoten-Motiv geeignet. Hinzu kamen gewisse Sicherheitsrelevante Aspekte wie Wasserzeichen oder der RFID-Chip, welcher breits im biometrischen Pass zu finden ist. Schlussendlich soll mit zwei Schweizerkreuzen die Herkunft symbolisiert werden.

